Löschwasserleitung zum Kohlebrand im Restloch Rusendorf steht
Die temporäre Löschwasserleitung vom Restloch Zipsendorf zum unterirdischen Schwelbrand im Kohletrübebecken I (Restloch Rusendorf) bei Mumsdorf wurde in weniger als zwei Monaten fertiggestellt und hat jetzt ihren Betrieb aufgenommen. Bis maximal 500.000 Kubikmeter Wasser können nun bei Bedarf aus dem Restloch Zipsendorf entnommen werden, um den unterirdischen Brand im einstigen Tagebau Rusendorf zu löschen. Dadurch kann das Trinkwassernetz der Region entlastet werden, das in den vergangenen Wochen zum Löschen genutzt wurde. Mit dem Wasser aus dem Restloch Zipsendorf kann das bestehende Löschregime weiter optimiert werden, sodass bis zur Abdeckung die Fläche abgekühlt und nahezu rauchfrei ist. Somit wird eingeschätzt, dass die temporäre Leitung bis zum Jahresende Wasser liefern muss.
Seit Anfang Juli hatte die bergrechtlich für die Fläche zuständige LMBV zahlreiche technische Maßnahmen eingeleitet, um die Rauch- und Geruchsbelästigungen für die Anwohner zu reduzieren.
Nach aktuellen Drohnenbefliegungen sind inzwischen nur noch punktuelle Rauchentwicklungen auf dem Gelände festzustellen. Der oberflächliche Kohlebrand konnte von ursprünglich acht Hektar betroffener Fläche auf nunmehr ca. zwei Hektar eingedämmt werden. Die Wirkung der Brandbekämpfung durch den Aufbau einer Sprinkleranlage um das Brandfeld ist hoch. Auch so genannte Löschlanzen kamen und kommen in den nächsten Wochen zum Einsatz. „Wir sind den aktiven Firmen, die uns beim Löschen des Brandes unterstützen sehr dankbar. Alle zeigen großen Einsatz, egal ob es die Leitungsbauer, die Feuerwehr oder die vielen Nebengewerke ringsum sind“, erklärte Benjamin Ulrich, Projektverantwortlicher bei der LMBV.
Im Rahmen des montanhydrologischen Monitorings zum Restloch Rusendorf prüft die LMBV die Entwicklung des Grundwassers hinsichtlich der Güte und der Dynamik und weitet im Zeitraum der Löscharbeiten den Messzyklus zur Beprobung der Grundwasserleiter aus. „Auf das Trinkwasser der Region haben die Löscharbeiten keinen Einfluss. Dies haben uns die Behörden bestätigt, da die Trinkwasserversorgung für die Region Meuselwitz über sogenanntes Fernwasser sicher gestellt wird. Eine Entnahme des Grundwassers zur Trinkwassergewinnung erfolgt in der Region Meuselwitz nicht“, so Ulrich.
Bisherige Aktivitäten/Hintergrund:
Anfang Juli wurde eine Schneise von 30 bis 50 Metern um die Brandfläche gezogen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt waren 8 Hektar Fläche betroffen. Das gesamte Kohletrübebecken umfasst rund 13 Hektar.
Die Firma Kötter Security wurde Ende Juli für die Brandkontrolle und -löscharbeiten beauftragt.
Es fanden und finden täglich Drohnenflüge statt, um die Situation zu erfassen.
Das Areal wurde abschnittsweise fortwährend beregnet (mit Sprinkleranlagen) – und damit der oberirdische Brand von ehemals 8 Hektar Fläche auf 2 Hektar reduziert.
Mit sogenannten Löschlanzen wurde gezielt Wasser zu den Brandherden im Untergrund gebracht – was ebenfalls zu einer Eindämmung der Rauchentwicklung geführt hat.
Die Abdeckung des Restlochs ist derzeit in Planung, die Baustraße für diese Arbeiten wurde bereits fertiggestellt. Ende 2026/Anfang 2027 soll mit einem Probefeld zur Prüfung der Tragfähigkeit begonnen werden.
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH
Weitere Hintergründe zum Schwelbrand finden sich hier:
https://www.lmbv.de/bergbaufolgen/bergschaeden-sperrungen/kohlebrand-meuselwitz/
Pumpenanlage am Restloch Zipsendorf

Wasserleitung zum Restloch Rusendorf
Rund um die Uhr löscht die Feuerwehr den Schwelbrand

Durch die bessere Wasserzufuhr kann mehr Wasser zum Löschen genutzt werden
Gute Löscherfolge konnten bis jetzt erzielt werden: Nur noch zwei Hektar müssen gelöscht werden
Fotos: LMBV
Bild zur Meldung: Löschwasserleitung zum Kohlebrand im Restloch Rusendorf steht