Stadtrat beschließt einstimmig Doppelhaushalt 2026/2027
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25.03.2026 den Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 einstimmig beschlossen. Das Gesamtvolumen beläuft sich in beiden Haushaltsjahren auf jeweils rund 21 Millionen Euro.
Im Rahmen der Beschlussfassung betonte Bürgermeister Ronny Dathe die Bedeutung dieses Ergebnisses und verwies zugleich auf die Herausforderungen im Vorfeld der Beratungen. Insbesondere machte er deutlich, dass eine generelle Ablehnung von Kosten- und Gebührenanpassungen die Handlungsfähigkeit der Stadt erheblich beeinträchtigen können und wichtige Entwicklungen verzögert würden.
Mit dem nun gefassten Beschluss schafft der Stadtrat die Grundlage dafür, dass – nach der rechtsaufsichtlichen Würdigung sowie der öffentlichen Bekanntmachung – bereits begonnene sowie weitere zentrale Maßnahmen umgesetzt werden können.
Der Bürgermeister sprach dem Stadtrat und der Verwaltung seinen ausdrücklichen Dank für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Zugleich machte er deutlich, dass zur langfristigen Sicherung der finanziellen Handlungsfähigkeit und zur Vermeidung weiterer Substanzverluste auch maßvolle, aber notwendige Gebührenerhöhungen in einzelnen Bereichen nicht ausgeschlossen werden können.
Einleitung des Bürgermeisters zum Haushaltsbeschluss:
Sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,
bisher ist es uns nicht gelungen, für 2026 einen ausgeglichenen Haushaltsplan zu verabschieden. Heute nun bringen wir den Doppelhaushalt der Jahre 2026/2027 ein.
Gestatten Sie mir hierzu einige grundsätzliche Hinweise. Wir beraten heute über einen Haushalt, der uns allen einiges abverlangte. Die finanzielle Lage unserer Stadt ist angespannt – das ist kein Geheimnis. Steigende Kosten, wachsende Aufgaben und gleichzeitig begrenzte Spielräume stellen uns vor schwierige Entscheidungen.
Wir stehen dabei in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite der berechtigte Anspruch unserer Bürgerinnen und Bürger auf eine funktionierende Infrastruktur, Sicherheit und Ordnung sowie soziale Angebote. Auf der anderen Seite die klare Haltung vieler, zusätzliche Belastungen – insbesondere in Form von Steuer- oder Gebührenerhöhungen – abzulehnen.
Doch genauso ernst müssen wir die Realität unserer Zahlen nehmen. Ein Haushalt ist kein Wunschkonzert, sondern Ausdruck dessen, was wir uns leisten können – und was nicht. Dauerhaft mehr auszugeben, als wir einnehmen, ist kein verantwortungsvoller Weg. Es würde die Handlungsspielräume zukünftiger Jahre einschränken und unsere Stadt langfristig schwächen.
Der Haushalt 2026/2027 hat jeweils ein Gesamtvolumen in Höhe von rd. 21 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen teilt sich in den Verwaltungshaushalt mit über 17 Mio. Euro
sowie in den Vermögenshaushalt von über 4 Mio. Euro auf. Der Haushaltsausgleich, konnte wieder einmal nur durch schmerzvolle Kürzungen im Bereich der Werterhaltung erreicht werden. Dies wird dauerhaft nicht ohne Schaden für die Stadt gelingen.
Ich möchte daher betonen: Sparen allein ist keine Zukunftsstrategie.
Wir müssen es auch schaffen, Gelder aufzuwenden – gezielt und mit Augenmaß. In unsere Infrastruktur, die Werterhaltung und somit in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Denn Stillstand wäre langfristig teurer.
Ich lade Sie alle ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen: sachlich, verantwortungsvoll und mit dem Blick auf das Ganze.
Es geht nicht um kurzfristige Popularität, sondern um nachhaltige und zukunftsweisende Entscheidungen für unsere Stadt.
Einen großen Schritt in die richtige Richtung gehen wir jetzt im Rahmen der Investitionsoffensive. Die geplanten Maßnahmen sind überwiegend durch die Kreditmittel des Landes möglich. Dadurch können jahrzehntelange Missstände behoben werden, auch wenn die Verschuldung der Stadt damit erneut steigen wird. Das Volumen des Vermögenshaushaltes hat sich durch die Landesmittel bedeutsam erhöht.
Wenn Sie, sehr verehrte Mitglieder des Stadtrates, heute dem vorliegenden Haushaltsplan 2026/2027 zustimmen, können nach Würdigung dieser Haushaltssatzung
geplante Maßnahmen fortgesetzt bzw. umgesetzt werden.
Ich bitte Sie daher um Ihre Zustimmung.
Bild zur Meldung: Stadtrat beschließt einstimmig Doppelhaushalt 2026/2027




