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Kapitel IV: Ganz viel Schnee, ganz viel Zeitverzug und endlich ganz viele Gewerke

Kapitel IV
Kapitel IV
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Wir beginnen dieses Kapitel zunächst damit, dass wir uns für die lange Lesepause entschuldigen. Die letzten Monate waren nervenaufreibend, spannend, auch mal laut – oder wie man neudeutsch sagt emotional 😊 – naja im Großen und Ganzen verdammt schnelllebig. Wer immer mal an unserer Baustelle vorbei gelaufen ist, wird sicherlich festgestellt haben, dass plötzlich – also seit April – ganz schön viel los ist. Zum Glück, denn unser Jahr begann zunächst mit einer ordentlichen Portion Winter…

Den hatten wir natürlich nicht eingeplant. Warum auch, Winter war in den letzten Jahren ja nicht. Die Temperaturen zu Jahresbeginn haben unsere Baustelle ziemlich gefrostet und so haben sich dort über Wochen nur ein paar ganz hartgesottene aus dem Team Rohbau mit Zimmermännern (Zimmerfrauen waren keine da) getummelt.

Aber dafür war hinter den Kulissen im Rathaus umso mehr los. Was kommen für Fliesen an die Wand? Aus welchem Material sollen die Bodenbeläge sein? Außenanlagen, neue Spielgeräte, welche Bäume – ja was denn nun? Fußbodenheizung oder Deckenheizung? Und den Kneipp, den dürfen wir ja auch nicht vergessen. Da war doch was mit Sauna, Barfußpfad und so.

Mit den Planungsbüros wurde stets und ständig an den Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke gefeilt. Die gingen dann in der Dauerschleife ins Vergabeportal. Jede Submission war ein Krimi. Sind die Angebote im Limit, werden alle Vorgaben erfüllt und mit wem bauen wir welches Gewerk? Es gab jede Menge Bietergespräche und daran anschließend Vergaben. 

Naja, langweilig war uns jedenfalls nie. Und immer war die Kita-Leitung mit unzähligen Entscheidungen gefragt. Es geht schließlich um das neue Zuhause der kleinen Kneippianer. Und die großen Kneippianer mussten nun auch mit ran. Wie gestalten wir die Vereinsräume und wohin mit dem Ortsteilrat. Passt die alte Küche in den neuen Raum und wo kommen die Gymnastikbälle hin. Ein Politikum das keiner von uns auf dem Schirm hatte. Aber wir haben einen Platz gefunden ... hoffentlich - es hat sich zumindest noch keiner der Bälle bei uns beschwert. 

Für die Finanzierung der Kneippschen Außenanlagen konnten wir uns zu Jahresbeginn bei den LEADER Fördermitteln ins rechte Licht rücken und Fördergelder generieren. Dafür schon mal vielen Dank! Die Kneippianer dürfen sich über einen Raum fürs Schwitzen und ne ordentliche Fußmassage freuen 😊

Der aufmerksame Leser wird sich sicherlich an dieser Stelle fragen, was mit der in Kapitel III angesprochenen Baugenehmigung für die Außenanlagen ist. Nichts … also zumindest nichts Schlimmes. Ging eigentlich ziemlich unkompliziert über die Bühne. Was uns sehr gefreut hat. Was nicht heißt, dass in Punkto Baugenehmigung in Bezug auf das MGH alles gut ist. Wir kämpfen hier nach wie vor mit Auflagen, bei denen uns klar wird, wieso Bauen in Deutschland so - naja ... umständlich (nett formuliert) - ist. Aber gut, einfach kann ja jeder. 

So es die Behördenleitung erlaubt, werden wir am Ende der Maßnahme ein extra Kapitel über die Genehmigungsprozesse verfassen. Das wird ein Spaß ... 

Aber was passiert denn nun eigentlich gerade auf der Baustelle. 

Der Rohbau ist fertig. Die Fenster sind endlich da und werden sukzessive eingebaut. Die Außenputzer haben begonnen und die Dachdecker werkeln fleißig. Die Herren der technischen Gebäudeausstattung - also das Team Elektrik und Heizung, Lüftung, Sanitär - wuseln emsig im Gebäude. Die Gewerke Trockenbau und Innenputz haben sich auch dazugesellt. Die Aufzugbauer haben sich für Ende Juni angekündigt. Das Aufmaß für die Außentreppe ist durch und hier gehen die Arbeiten auch bald los. Sie – liebe Leser – sehen, alles ist im Entstehen und die Firmen geben wirklich Gas, damit wir den Einzugstermin halten. 

Der ist übrigens für Ende des Jahres gedacht ... also Weihnachten im neuen Zuhause für alle Mumsdorfer Kneippianer. Wir drücken die Daumen! 

Und sonst so: 

Der MDR Thüringen hat uns im März auf der Baustelle besucht und fleißig Drehmaterial gesammelt. Der aufmerksame MDR Thüringen Journal schauende Leser bzw. in dem Fall Zuschauer, hat den Beitrag sicherlich gesehen. Im April hatten dann die Stadträte zum zweiten Mal die Gelegenheit, sich auf der Baustelle  umzusehen und natürlich uns mit Fragen zu löchern. Unsere Stadträte hatten in den vergangenen Monaten echt viele Beschlüsse zu fassen, so dass Stand heute ein Großteil der Gewerke vergeben werden konnte. Die Zusammenarbeit klappt reibungslos, was für eine solche Maßnahme ein Segen ist. Wirklich ... für die unkomplizierte Beschlussfassung in den Gremien sind wir sehr dankbar! 

Für Mitte Juni hat sich übrigens die Fördermittelstelle – dass Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum – zur Baustellenbesichtigung angekündigt. Da werden wir uns natürlich von unserer besten Seite zeigen.

Alles in allem greifen die Gewerke auf der Baustelle gerade wunderbar Hand in Hand. Wenn wir aktuell auf der Baustelle sind, ist es ein ganz wuseliges Tohuwabohu. So muss es in einem Ameisenhaufen sein. Schön!

In den nächsten Wochen können die letzten Gewerke vergeben werden. Die Ausschreibungen laufen gerade. Wer fliest, wer verlegt die Böden und wer malert uns die Wände. Es bleibt aufregend. 

Bleiben Sie uns gewogen und bis bald... 

Kapitel IV
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